Pause.
Ich hatte überlegt, diesen Eintrag mit dem Satz “Heute ist ein Pause-Tag.” zu beginnen. Ich bin mir nicht sicher, ob es eine Pause ist, wenn man die ganze Zeit über Pausen nachdenkt und recherchiert.
Klassischerweise habe ich irgendwann mal etwas auf Social Media gesehen, was mir im Kopf geblieben ist. Nämlich, dass es verschiedene Arten von Pause gibt und man sich abhängig von den eigenen Bedürfnissen und Gefühlen die “richtigen” aussuchen kann. Nach weiterer Recherche bin ich darauf gekommen, dass es sich konkret um die 7 Arten der Erholung, basierend auf dem Konzept von Dr. Saundra Dalton-Smith, handelt.
Darin heißt es, dass Erholung eben nicht nur ausreichend Schlaf bedeutet, sondern auf verschiedenen Ebenen stattfindet:
Körperliche Erholung: Beinhaltet den passiven Schlaf, Nickerchen, aber auch aktive Erholung wie Yoga, Stretching oder Massagen zur Entspannung der Muskeln.
Mentale Erholung: Pausen für das Gehirn, um Gedankenkarusselle zu stoppen. Beispiele: Achtsamkeitsübungen, Journaling oder kurze Arbeitsunterbrechungen.
Emotionale Erholung: Raum schaffen, eigene Gefühle ehrlich zuzulassen und auszudrücken, um nicht unter dem Druck zu stehen, immer funktionieren zu müssen.
Soziale Erholung: Distanz von fordernden Beziehungen und Zeit mit Menschen verbringen, die Energie schenken statt rauben.
Sensorische Erholung: Auszeit von Reizüberflutung durch Bildschirme, helles Licht oder Lärm, z. B. durch Waldspaziergänge oder bewusste Stille.
Kreative Erholung: Inspiration finden und Staunen, ohne Leistungsdruck. Das kann Naturgenuss oder das Wertschätzen von Kunst und Musik sein.
Spirituelle Erholung: Verbindung zu etwas Größerem als dem eigenen Selbst, um Sinn zu finden, beispielsweise durch Meditation oder ehrenamtliches Engagement.
Für mich ist auch Sport, der mich auspowert, eine Pause. Aber eben nur dann, wenn ich tagsüber vor allem viel im Kopf gearbeitet habe und stillsaß.
Ich glaube, die Awareness dafür zu haben, idealerweise frühzeitig, ist gerade in der Selbstständigkeit super entscheidend. Die habe ich immer mehr, allerdings auch nicht immer. Aber die Phasen, in denen ich an einem Tag komplett durchziehe und ehrlicherweise übertreibe, um dann am nächsten ausgeknockt zu sein, werden immer weniger :)
Mittlerweile bekomme ich es also ganz gut hin, mir einen Pausenrhythmus einzubauen. Die auch im Kleinen einzubauen ist doch fast noch wichtiger, als große ganze Tage als Pause zu benennen.
Nimm dir die Pause. Und such dir am besten vorab die für dich richtige aus.