Arbeiten im Café
Ja ich weiß, ich bin late to the party.
Aber um fair zu sein: Meine letzten Jobs waren im Büro (und der Service-Job nach dem Abi in einer Bowlingbahn), da war nichts mit dem schönen Pinterest-Bild von (Co-)Worken im Café.
Ich sitze gerade in Berlin (Wie viele Klischees ich gerade noch bedienen will? Ja.) im zweiten Café heute, weil wir aus dem AirBnB um 10 Uhr raus mussten und bis zu unserer nächsten Übernachtungsmöglichkeit noch bis heute Abend warten müssen.
Aber ich kann euch sagen, ich war so produktiv wie noch lange nicht mehr. Ich glaube, da kommen verschiedenen Punkte zusammen, zwei, die für mich am schwersten wiegen.
Ich muss nichts anderes tun. Keine Gassi-Runden (ich vermisse Pablo aber schon sehr), kein Essen kochen, kein “Oh, ich wollte noch Wäsche waschen!”, keinerlei Ablenkung.
Druck von außen, der nur in meinem Kopf ist. Ich kann ja schlecht hier sitzen, neben anderen Leuten, die super beschäftigt aussehen und nicht arbeiten.
Seit Tagen will ich schon wieder mehr vorproduzieren und habe mich dann doch immer wieder von Tag zu Tag gehangelt. Jetzt habe ich gestern immerhin in Vorbereitung ordentlich vorgefilmt und zack heute 5 Videos komplett fertig für den Upload. Was ich außerdem erledigt habe: Fragebogen für eine Dozentenstelle ausgefüllt, Bewerbung für eine Position auf Rechnung, Orga für meine ehrenamtliche Tätigkeit, Mutti ein Geburtstagsgeschenk bestellt (pst).
Meinem Partner ging es genauso. Unser Resultat: Wir sollten mehr in Cafés arbeiten.