Muss man 2026 noch auf jeder Plattform sein?

Vielleicht wurde dir auch schon in den Feed gespült, dass Substack jetzt wie TikTok in seinen Anfängen ist. Die, die jetzt schon dabei sind, könnten später großes daraus ziehen. Dazu reißerische Hooks, die sagen, dass Substack eine Monatsmiete zahlt (ob monatlich oder nicht wird nicht definiert). Und auch wenn die Werbestrategie für die übrigen Plattformen eine andere ist, entsteht in der Bubble rund um Selbstständigkeit und Marketing schnell der Eindruck, man solle am besten auf allen Kanälen senden, jeweils mit unterschiedlichem Content und noch besser mehrmals am Tag. Ich glaube nicht, dass der selbsternannte Marketinggott, Pulverklausi (if you know you know), auf Substack nach Kritik gegen sich sucht, um dann eins seiner 50 TikToks am Tag an bzw. gegen mich zu widmen. Also sehe ich das hier mal als safe space an: Natürlich kannst du 50 Videos am Tag posten, die Frage ist wie lange.

Ich betreue Kund:innen aus verschiedenen Branchen, KMUs, einige Einzelunternehmer:innen, ich schließe mich selbst in die Aussage mit ein: Die Kapas sind nicht da. Und das ist auch völlig in Ordnung so.

Statt Plattformen, die sowieso übersättigt sind an Content, was den eigenen Erfolg im Sinne der Social Media KPIs eh schon erschwert, noch mehr zu zu müllen, setze ich auf Ansätze, die umfassender gedacht sind.

Achtung, kurzer Marketing-Sprech: Ich denke entlang des Funnels und das innerhalb des Inputs aka der eigenen Möglichkeiten.

Wie viele Plattformen dabei bespielt werden, ist super individuell. Was ich aber als Fehler erachte: Nur auf eine Plattform setzen.

Es ist nie sicher, ob gerade die gewählte Plattform besteht oder, einen Schritt früher gedacht, diese sich in eine Richtung entwickelt, die nicht mehr zu einem selbst und zum eigenen Angebot passt.

Also halten wir fest: Nein, jede Plattform ist Quatsch.

Doch welche sind die richtigen?

Mein Paradebeispiel klingt im ersten Schritt vielleicht etwas veraltet, ist aber aufgrund der „Vereinfachung“ zur Nutzung präsenter denn je: Facebook.

Der Opa unter den Socials wird noch genutzt. Meta, das Unternehmen hinter Facebook, Instagram, WhatsApp und Threads, setzt auch alles daran, dass Facebook noch weiter genutzt wird. Creator berichten, dass sie mehr Views und Interaktionen erhalten, wenn sie das kleine Häkchen zum automatisierten Cross-Posten auswählen. Und hier kommt mein aber: Auch die Facebook-Zielgruppe will nicht nur empfangen, sonder auch senden und darauf Feedback bekommen. Facebook hat so viele Features, die sich super nutzen lassen… wenn man das tut.

Ich bespiele Facebook nicht. Mein Meta-Account wurde 2022 gehackt, Instagram habe ich mir wieder aufgebaut, Facebook nur geholt, weil es für die Business Suite und Co. notwendig war und immer noch ist. Facebook ist für mich eine Plattform, die ich haben muss, um alle Funktionen von Meta nutzen zu können, vor allem als selbstständige Marketing-Mausi.

Heißt: Wenn dir eine Plattform keinen Spaß macht oder für dein Business nicht relevant ist, lass es.

Wenn dir eine Plattform keinen Spaß macht, aber für dein Business relevant ist: Hol dir Hilfe. (Hi👀)

Egal welche Plattformen für dich die richtigen sind, und da denke ich jetzt nicht nur an Social Media: Setze so an, dass deine gewünschte Zielgruppe dich oft sieht. Nicht 50 mal am Tag auf TikTok, aber skaliert auf deine Möglichkeiten so 3 bis 15 mal in der Woche über die verschiedenen Kanäle verteilt.

Welche Plattformen bespielst du und welche hasst du am meisten? Sag’s mir in den Kommentaren 🌞

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Wie mich die Selbstständigkeit gerettet hat