Wie mich die Selbstständigkeit gerettet hat
Kennt ihr diesen Moment, in dem ihr euch in eurem Alltag umschaut und einfach glücklich und dankbar seid?
Ich habe das aktuell und in den letzten Monaten sehr häufig. Dann, wenn ich eine Gruppe an meinen liebsten Menschen um mich habe, wenn ich mit meinem Partner und unserem Hund den entspannten Sonntagsvibe habe, unabhängig davon, ob überhaupt Sonntag ist, wenn die Selbstständigkeit mir die Räume bietet, die ich brauche.
In Letzteres habe ich mich mal wieder tiefer reingedacht und habe festgestellt, wie viel sich mit der Umstellung auf meine Selbstständigkeit verbessert hat, auch fernab vom beruflichen Kontext.
Folgende Punkte habe ich mir aufgeschrieben:
Energie. Kein Auslaugen lassen, keine fakes.
Kein Hetzen.
Cozy Outfits.
Volles Potenzial ausschöpfen, ohne erklären müssen, ohne Erlaubnis anderer, nur von mir selbst.
Mich selbst noch besser kennenzulernen.
Dadurch, dass ich jeden Tag frei gestalten kann wie ich möchte, zwinge ich mich in nichts rein, was mir in dem Moment nicht gut tut. Ob ich jedes Mal Freudensprünge mache, wenn ich den Google Ads Manager öffne oder mich hinter die extra Formulare für die Steuererklärung setzen muss? Natürlich nicht. Aber ich weiß, wofür ich es mache, besser gesagt für wen: mich.
Was ich an meinem Marketingjob schon immer mochte: Die verschiedenen Facetten aus Organisation und Kreativität.
Was ich an meinem Salesjob schon immer mochte: Ich kann immer mehr machen. Je mehr ich reinstecke, desto mehr kommt raus. Es hängt an mir.
Was ich an den Zeiten, die nicht von Arbeit geprägt waren schon immer mochte: Den Flow. Es klingt so kitschig bis eso, aber das eins sein mit mir selbst.
Die Selbstständigkeit verbindet all das für mich. Ich bin so sehr ich selbst, dass ich mich reinstürzen kann ich all die Spaces, die zwischen meiner Marketing und Sales Erfahrung stattfinden. Ich höre auf mich selbst, ich muss das sogar machen, weil mir keine andere Person etwas vorgibt. Ich glaube, dass anderen das Angst macht. Ich glaube, dass das meinem früheren Ich Angst gemacht hat. Für mich jetzt bedeutet das absolute Freiheit.
An einem Morgen, an dem ich es langsamer angehen sollte, weil mein Körper mir das sagt, mache ich das auch. Ich zerre mich nicht an einen Schreibtisch, um dann Alibi-mäßig zu arbeiten. Ich baue mir den Einstieg so, dass ich dann später mit gefüllten Energiereserven starten kann, abliefern kann.
Ich glaube, dass die Selbstständigkeit per se anderen Angst macht, weil sie als unsicher gilt. Aber ganz ehrlich? Wie sicher ist man wirklich, wenn die eigene monetäre Existenzsicherung von einem Unternehmen abhängt, das jederzeit entscheiden kann, dass der gemeinsame Weg vorbei ist. Dann hat man zwar die Skills aufgebaut, aber in den seltensten Fällen die Sichtbarkeit. Dann muss man auf einen Arbeitsmarkt hoffen, der komplett irre ist.
Klar, Unternehmen, mit denen ich zusammenarbeite, können diese Entscheidung genauso treffen. Aber sie sind und waren nie die einzigen, das stellt meine Tätigkeit nicht auf den Kopf.
Ich hätte auch gedacht, dass die Gedanken in meinem Kopf rund um Sicherheit und Ängste überwiegen. Die gibt es natürlich, alles andere wären gelogen.
Aber mit der Selbstständigkeit ist mein Kopf, bin ich freier.