Wenn Du das machst, gehst Du Dein Social Media komplett falsch an.

Wenn du kein bisschen Negativität auf Deinem Profil hast, machst du was falsch.
Menschen - um im negativen Sprech zu bleiben - leiden unter dem Negativitätsbias, also “Negativitätsvoreingenommenheit”. Das ist das Phänomen dahinter, warum ein einziges schlechtes Erlebnis am Tag, diesen komplett überschatten kann, obwohl sonst viele schöne Dinge passiert sind. Oder warum man mehr auf den einen negativen Kommentar schaut, als auf die 15 positiven. Es ist der Grund, warum Hooks wie “Wenn Du das machst, gehst Du Dein Social Media komplett falsch an.”, schlechte Nachrichten oder Skandale reichweitentechnisch funktionieren. Es ist auch der Grund dahinter, warum uns vor allem schlechte Nachrichten erreichen, warum vor allem diese medial verbreitet werden. Sie funktionieren besser. Am Ende sind für Nachrichtenseiten und -sendungen Aufrufzahlen und Einschaltquoten genauso entscheidend wie für Influencer, Unternehmsseiten und Co.

Apropos Influencer: Die ein oder andere Person aus dem Reality TV bietet ebenfalls perfekte Beispiele dafür, dass das Auslösen von negativen Emotionen funktioniert. Das Schema inszenierter Skandal, Story-Slides ohne Aufklärung, bezahlte Kooperation und letztendliche Auflösung, die beweist, dass doch alles gar nicht so wild war, ist erprobt. Die Creator werden an den eigenen Kennzahlen gemessen, bekommen dementsprechend mehr oder weniger Geld. Mehr Aufrufe, Follower und Kommentare, in denen Zuschauende gemeinsam Rätsel raten, sind die Folge einer solchen Polarisierung. Bietet sich doch an.

Die Frage ist für mich, in welchem Ausmaß man die Negativität auf der eigenen Seite zulässt.
Eine kleine Hook, okay. Eine Inszenierung voller Halbwahrheiten, auf keinen Fall. Was sich nämlich durch letzteres trägt, ist der Vertrauensverlust oder das sich niemals aufbauende Vertrauen, welches entscheidend ist für eine starke Personal Brand, Community und stetiges Wachstum aus Menschen, die echt interessiert sind.

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Warum ich mein Nebengewerbe nicht mehr nebenbei machen will.

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