Es ist besser, nichts zu posten, als irgendeinen KI-Dreck.
Ich habe, mehr unbewusst, eine einmonatige Content-Pause eingelegt (Stand jetzt).
Jetzt war ich eben wieder auf LinkedIn und habe wirklich den größten KI-Schmutz-Beitrag gesehen und denke mir: Na immerhin war ich nicht so verzweifelt.
Wenn du keinen Post in der Pipeline, keine Idee hast, keinen workflow, der dich vielleicht noch zu einer coolen Idee führt, dann lass es. Der Post war auch noch von einer sich so schimpfenden Marketingagentur?!
Wie sehen denn die Texte aus, die für deren Kund:innen geschrieben werden? Falls es nicht offensichtlich sein sollte: Mich macht das richtig sauer.
Nicht nur, weil KI-Texte im Algorithmus erkannt werden und somit die Performance Quatsch ist, sondern weil ich da mal wieder vor der kreativen Eigenleistung stehe, in der für mich KI absolut nichts zu suchen hat. Weil Leute, die keine Ahnung haben, Vertrauen schenken, auf die Schnauze fallen und das alles vermeidbar gewesen wäre.
“Aber Vivi, ich dachte der Algorithmus straft das ab, wenn ich nichts poste?” Ja, aber noch mehr, wenn einfach nur Müll auf deinem Account landet.
Ich bin schon ganz gespannt, wie das aussehen wird, sobald ich wieder reinstarte. Wie sehr falle ich ein Zahlenloch? Oder vielleicht ist es auch gar nicht so dramatisch? Am Ende bin ich ein Business und keine Influencerin, die Socials sind nicht mein einziger Kanal, das macht auch nochmal einen enormen Unterschied.
Ich selbst habe eine Neukundin, die (Zitat) “Social Media hasst”, die nicht die Kapazitäten hat, jede Woche vier oder mehr Posts hochzuladen und zu der sag ich auch: Lass es. Wir haben jetzt eine Strategie ausgearbeitet, in der sie auf ihren Wunsch das meiste macht für ihren Content und aber auch nur so viel pro Woche postet, wie es realistisch ist. Hier geht es um effektives und stetiges Wachstum, nicht um hoch bis zum Mond schießen und dann in der Versenkung verschwinden. Das ist sowieso der nachhaltigere Businessaufbau. Ich denke da als Vergleich auch an Unternehmen, die eine große Geldspritze erhalten hatten, das Geld ausgeben mussten, dann Verkalkulation, dann kurz vor Insolvenz. So arbeite ich nicht.
Btw: Bei dem Eintrag habe ich, wie eigentlich bei jedem, einfach losgeschrieben und dieses an einen ehemaligen Politiker erinnernde Zitat als Überschrift fand ich schon witzig.